Stellungnahme zur Rating-Entscheidung von S&P
S&P hat heute alle Landesbanken einer Überprüfung ihrer Ratings unterzogen. Dabei wurden mehrere Landesbanken in ihrem Langfristrating heruntergestuft. Das Langfristrating der WestLB wurde von A-/Credit Watch Negative auf BBB+/Negative Outlook heruntergenommen. Die Entscheidung ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar, insbesondere der Zeitpunkt unmittelbar vor maßgeblichen strategischen Weichenstellungen für die Zukunft des deutschen Landesbankensektors erscheint unangemessen. Wir hätten erwartet, dass die Agentur die zwischen Bund, Ländern und den Eigentümern der Landesbanken entwickelte Entscheidungsfindung abgewartet hätte.
Die WestLB ist im Prozess, ihre strategischen Herausforderungen zu lösen, bereits deutlich vorangekommen.
- Mit Phoenix hat sie bereits Problemaktiva aus der Bank herausgelöst und so seither für eine Stabilisierung der Bank in einem schwierigen Umfeld gesorgt.
- Laut öffentlicher Aussagen der Bundesregierung wird kurzfristig eine einvernehmliche Entscheidung der EU-Kommission im Beihilfeverfahren der WestLB erwartet.
- Die Eigentümer der Bank stehen uneingeschränkt – insbesondere auch in der Transformationsphase bis zu einem möglichen Bieterprozess – zur WestLB.
- Die WestLB wird für das erste Quartal 2009 das beste Ergebnis vor Steuern seit Abspaltung der NRW.BANK ausweisen. Das Ergebnis berücksichtigt zudem vollumfänglich erhebliche Belastungen aus der Marktbewertung von Staatsanleihen im ersten Quartal. Das kundenfokussierte Geschäftsmodell der WestLB, die ihre Kapitalmarkt- und Strukturierungsexpertise zum Nutzen der Sparkassen und des Mittelstands, nationaler sowie internationaler Großkunden einsetzt, hat hierzu maßgeblich beigetragen.
Ungeachtet der Ratingmaßnahme von S&P werden Eigentümer und Bank die erfolgreich eingeleitete strategische Neuausrichtung der Bank konsequent weiter fortführen.
