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12.05.2009

Europäische Kommission bestätigt Umstrukturierungsplan der WestLB

  • Bank erhält Planungs- und Rechtssicherheit
  • Reduzierung der Bilanzsumme und Risikoaktiva um jeweils 50%, Verkauf von Beteiligungen und Straffung des Niederlassungsnetzes im In- und Ausland
  • Landesbankenkonsolidierung weiterhin möglich

Die Europäische Kommission hat heute mit einer Genehmigungsentscheidung das WestLB Verfahren beendet. Der Garantieschirm der Eigentümer in Höhe von fünf Milliarden Euro für das Phoenix-Portfolio, das die Bank im Frühjahr 2008 ausgelagert hat, ist damit abschließend genehmigt. Mit der Entscheidung erhält die WestLB die benötigte Planungs- und Rechtssicherheit. Grundlage der Entscheidung ist ein mit der Kommission abgestimmter erweiterter Umstrukturierungsplan, der auch aus Sicht der Kommission ein tragfähiges Geschäftsmodell sicherstellt. Gemeinsames Ziel von Eigentümern, Bank und Kommission ist es, auf dieser Basis die Kernkompetenzen der Bank nachhaltig zu stärken. Die WestLB bleibt damit ein starker Partner für Kunden und Geschäftspartner. Insgesamt wird die Bank nicht strategiekonforme Aktivitäten abbauen und die Bilanzsumme sowie die risikogewichteten Aktiva bis zum 31. März 2011 um 50% reduzieren. Gleichzeitig beinhaltet die Entscheidung einen mehrheitlichen Eigentümerwechsel im Rahmen eines diskriminierungsfreien Bieterverfahrens der WestLB bis Ende 2011. Dies schließt eine integrative Rolle bei der Landesbankenkonsolidierung explizit nicht aus.

Zu einer nachhaltigen Reduzierung der Bilanzsumme als auch zu einer Neuordnung der Eigentümerstruktur hatten sich die Eigentümer bereits in einer Eckpunktevereinbarung vom 8. August 2008 gegenüber der Kommission verpflichtet, diese Auflagen sind also nicht neu. Darüber hinaus enthält der von der Kommission genehmigte erweiterte Umstrukturierungsplan die Veräußerung von Beteiligungen und eine Straffung des Standortnetzes im In– und Ausland.

Kernbank bleibt zukunftsfähig
Der nun genehmigte Umstrukturierungsplan bildet die Grundlage für ein nachhaltiges Geschäftsmodell und die Veräußerbarkeit der WestLB AG. Die Bank ist damit zukunfts- und transaktionsfähig aufgestellt. Künftig konzentriert sich die WestLB auf folgende Bereiche: Verbund/Mittelstand, Transaction Banking sowie Kapitalmarkt/Firmenkunden/Strukturierte Finanzierungen.

„Die Entscheidung in Brüssel zeigt, dass wir im letzten Jahr die richtigen Weichen gestellt haben“, sagt Heinz Hilgert, Vorstandsvorsitzender der WestLB. „Nun haben wir die Rechtssicherheit, auf diesem Weg weiter voranzuschreiten. Die erteilten Auflagen liegen im Rahmen dessen, was wir erwartet haben und was auch anderen Banken auferlegt wurde. Wichtig für Kunden, Mitarbeiter und Eigentümer ist, dass der starke Kern der Bank erhalten bleibt. Dazu gehört insbesondere die internationale Kapitalmarktexpertise, die anerkannte Strukturierungs- und Projektfinanzierungskompetenz sowie die hervorragende Position im Transaction Banking.“

Im Hinblick auf die Umsetzung der von der Kommission geforderten Reduktion der Bilanzsumme beziehungsweise der Risikoaktiva hat die WestLB bereits wesentliche Vorkehrungen getroffen. Neben dem Risikoschirm Phoenix zählt dazu insbesondere die Initiative, nicht strategiekonforme Aktivitäten mit einem Volumen von circa 80 Milliarden Euro auszulagern. Ein Portfolio in dieser Größenordnung hat die Bank identifiziert und bereits im August 2008 in einer separaten Einheit zusammengeführt. Der Abbau bzw. die Herauslösung dieser Aktivitäten ist zentrale Annahme des von der Kommission genehmigten erweiterten Umstrukturierungsplans und auch die Voraussetzung sowohl für die Landesbankenkonsolidierung sowie ein erfolgreiches Bieterverfahren.

Kundengeschäft weltweit in allen Regionen vertreten
Die WestLB wird weiterhin in allen wichtigen Regionen weltweit vertreten sein und die bereits begonnene Straffung des Auslandsnetzwerks konsequent fortsetzen. Auch im Inland wird die Bank ihr Standortnetz straffen. Sie bleibt in Düsseldorf, Berlin, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart aktiv. Dagegen werden die Standorte Münster, Bielefeld, Köln und Dortmund geschlossen.

Heinz Hilgert: „Wir werden auch künftig in allen Zeitzonen und allen relevanten Wirtschaftsregionen der Welt vertreten sein. Der globale Auftritt für das Handelsgeschäft sowie das Projektfinanzierungsgeschäft, bei dem die WestLB weltweit auf Rang 7 liegt, ist gesichert. Im Rahmen unseres neuen Standortkonzeptes werden wir daher die Kompetenzen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch weiterhin unseren Kunden und Geschäftspartnern national wie international umfassend zur Verfügung stellen.“

Restrukturierung erfordert Verkauf weiterer Beteiligungen
Im Rahmen der Vereinbarung wird die WestLB innerhalb der nächsten zwei Jahre unter anderem die Westdeutsche ImmobilienBank AG, die readybank ag, die Weberbank und die WestLB International S.A. in Luxemburg veräußern.

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