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04.01.2007

WestLB AG und NRW.BANK blicken auf 175 Jahre Geschichte zurück

Seit fünf Jahren unabhängige Institute / Gemeinsame Wurzeln gehen auf „Westfälische Hülfskasse“ zurück

Die NRW.BANK, Förder- und Kommunalbank für Nordrhein-Westfalen, und die WestLB AG, größte Bank NRWs, feiern morgen, am 5. Januar 2007, den 175. Geburtstag ihres frühesten Vorgängerinstituts. Am 5. Januar 1832 nahm die Provinzial-Hülfskasse für Westfalen ihre Tätigkeit auf. Ihr Auftrag: die Förderung der Gemeinden und der Wirtschaft Westfalens.

Am Anfang war Napoleon – genauer: sein Rückzug. Denn während der Befreiungskriege (1813 – 1815) wurden die Einwohner Westfalens durch Einquartierungen, Durchmärsche und Requirierungen schwedischer, dänischer, preußischer und russischer Truppen stark belastet. Die Schweden zahlten hierfür im Jahr 1818 eine pauschale Entschädigung von 160.000 Talern an die Provinz Westfalen. Die fragte sich: Was tun mit dem Geld?
Eine gerechte Verteilung an die Bewohner Westfalens schien undurchführbar. Der Oberpräsident der Provinz, Ludwig Freiherr von Vincke (1774 - 1844), schlug deshalb die Errichtung einer so genannten „Hülfskasse“ vor. Diese sollte wohltätige Zwecke haben und der Förderung der Wirtschaft dienen – was bitter Not tat, denn das Anwachsen der Bevölkerung zu Beginn des 19. Jahrhunderts erzwang landwirtschaftliche Produktivitätssteigerungen.

Des Freiherrn Idee fiel auf fruchtbaren Boden. Dennoch brauchte es rund 14 Jahre der Verhandlung und Beratung zwischen dem Oberpräsidenten Westfalens, dem Staatsministerium in Berlin, den westfälischen Provinzialständen und der Königlichen Bank in Berlin, bis dem König ein Statut vorgelegt werden konnte. Friedrich Wilhelm III., König von Preußen, genehmigte es am 4. August 1831. Und am 5. Januar 1832 war es so weit: Die Provinzial-Hülfskasse für Westfalen öffnete ihre Pforten. Sitz der Kasse war das Rathaus in Münster, Eigentümerin die Provinz Westfalen. Freiherr von Vincke wurde erster Kurator des neuen Instituts.

Ziel und Auftrag der Hülfskasse war die Förderung der Gemeinden und der Wirtschaft Westfalens. Darlehen sollten unter anderem gewährt werden an Gemeinden zur Verbesserung ihres Haushalts oder für Kirch-, Schul- und Wegebauten, an Unternehmer, die neue Gewerbe- und Industriezweige einzuführen gedachten sowie an Grundbesitzer, die Landflächen urbar machen oder Kulturverbesserungen durchführen wollten.

Der Anfang war gemacht in einer Geschichte, die bis in unsere Tage reicht – über die Landesbanken der Rheinprovinz und der Provinz Westfalen bis zur Westdeutschen Landesbank Girozentrale. Sie wurde am 1. August 2002 in zwei unabhängige Institute aufgespalten: die WestLB AG und die öffentlich-rechtliche NRW.BANK.

Mit einer Bilanzsumme von 292,1 Mrd. Euro (per 30.9.2006) gehört die WestLB AG zu den führenden Finanzdienstleistern in Deutschland. Als europäische Geschäftsbank mit Präsenz an allen wichtigen internationalen Finanzzentren bietet sie ihren Kunden weltweit innovative Produktlösungen im Corporate Banking, Investment Banking, Asset Management und Private Banking an. Die WestLB hat sich darüber hinaus durch den engen Verbund mit den Sparkassen im Heimatmarkt NRW sowie in Brandenburg positioniert. Neben den Sparkassen betreut sie mittelständische und multinationale Unternehmen, öffentliche Kunden, Finanzinstitute und Private Banking-Kunden.

Als Förder- und Kommunalbank unterstützt die NRW.BANK das Land NRW und seine Kommunen bei der Wirtschafts- und Strukturförderung sowie der Kommunalfinanzierung. Sie setzt das gesamte Spektrum kreditwirtschaftlicher Förderprodukte ein – auf ihren Geschäftsfeldern Existenzgründungs- und Mittelstandsförderung, soziale Wohnraumförderung, Kommunal- und Infrastrukturfinanzierung sowie Individualförderung. Dabei agiert sie im Fördergeschäft wettbewerbsneutral als Partner der Banken und Sparkassen. Mit einer Bilanzsumme von rund 132 Mrd. Euro und 1.000 Mitarbeitern ist die NRW.BANK die drittgrößte Förderbank in Europa.

 

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Fax: +49 211 826-6121
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NRW.BANK
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Pressesprecher
Tel.. +49 211 91741 -1846
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klaus.bielstein@nrwbank.de

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